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Frauen richtig lecken: Ein Ratgeber für Männer und Frauen

Frauen oral zu befriedigen ist unglaublich wirksam, um höchste Lust und wunderbare (und zuverlässige) Orgasmen zu bescheren. Zudem ist es, durch die Art der Handlung und die Intimität der Situation, auch ein ultimativer Vertrauensbeweis und, durch den Direktkontakt mit ihren Pheromonen, auch enorm erregend für den aktiven Part.

Allerdings: Wie bei jeder sexuellen Handlung gibt es auch beim Cunnilingus, so der Fachbegriff, einen schmalen Grat zwischen unheimlich gut und ziemlich schlecht. Wir verraten dir, wie du ersteres erzielst.

1. Ermögliche ihr es, sich fallenzulassen

Falls du ein Mann bist, weißt du vielleicht ein wichtiges Detail nicht: Viele Frauen sind deutlich selbstkritischer sich selbst gegenüber als die Männerwelt. Oralsex ist für sie eine unheimlich intime Handlung; für manche sogar die intimste. Das heißt, wenn du ihre Muschi oral liebkost, werden ihr viele Fragen und Sorgen durch den Kopf schießen:

  • Hoffentlich rieche ich gut
  • Ich werde doch so nass, was, wenn er das eklig findet?
  • Wird er meine Muschi so nah noch schön finden?“
  • „Hilfe, ich bin doch ganz stoppelig“

Das gilt umso stärker, je frischer eure Beziehung, also je dünner euer Vertrautheitsband ist. Du solltest deshalb unbedingt dafür sorgen, dass diese negativen Gedanken keine Chance haben:

  • Lecke nicht spontan, sondern wenn sie Zeit hatte, sich zuvor zu waschen und gegebenenfalls zu rasieren – letzteres aber nur, falls sie das sowieso tut. Gehe bitte keinesfalls nach dem Motto vor „ich lecke dich nur, wenn du blitzblank rasiert bist“. Eine intimbehaarte oder bloß stoppelige Frau zu lecken ist eine reine Kopfsache deinerseits.

  • Gib ihr dauernd zu verstehen, dass du es genießt – du darfst ihr ruhig Komplimente für ihre Möse machen und auch ihren weiblichen Geschmack; „dein Geschmack ist der Hammer“ oder „du hast eine wunderschöne Pussy“ sind ein guter Anfang. Spare nicht mit Lob – auch der nonverbalen Form, etwa durch Stöhnen.

  • Übe auch an dir Hygiene: Fingernägel kurzfeilen, Zähne putzen – aber ganz gründlich ausspülen und den Mundbereich abwaschen. Pfefferminz und Menthol fühlen sich an einer Muschi gar nicht toll an. Falls du ein Mann bist, rasiere dich oder warte so lange, bis die Bartstoppeln durch Länge weich geworden sind.

Auf diese Weise kann deine Partnerin sich freimachen von negativen Gedanken – die absolute Grundvoraussetzung, um sich fallenzulassen und deine Zunge maximal zu genießen.

Und natürlich: Safer sex gilt auch oral. Seid ihr beide ungetestet, solltest du entweder warten oder auf Lecktücher setzen – das Oralsex-Äquivalent zum Kondom ist in Drogerien und Apotheken erhältlich.

2. Mach es euch bequem

Es gibt unzählige Stellungen für Cunnilingus – bis zur 69 und zur abgewandelten Reiterstellung, bei der sie auf deinem Gesicht sitzt. Der Klassiker ist jedoch meist am besten: Sie auf dem Rücken, du auf dem Bauch. Idealerweise auf einem großen Bett.

Damit das über längere Zeit bequem bleibt, empfiehlt es sich, dass sie sich ein Kissen unter den Po schiebt, das hebt ihr Becken in eine für dich bequemere Lage. Auch du kannst dir ein Kissen unter die Brust schieben. So entlastest du den Nacken und kannst besser mit den Händen agieren.

3. Küsse sie warm

Zunge ausstrecken, loslegen? Beim Cunnilingus ist das das Gegenstück zum Griff in den Schritt ohne Vorspiel. Beginne lieber super-sachte. Du kannst beispielsweise damit anfangen, ganz vorsichtig ihren Intimbereich anzupusten, mehr zu hauchen.

Dann beginnst du, ihre „unteren Lippen“ so zu liebkosen, wie du es bei einem normalen Kuss tun würdest. Küsse dich zunächst um ihren Intimbereich herum: Venushügel, die obersten Teile ihrer Oberschenkelinnenseiten, äußere Schamlippen. Auf diese Weise „kreiselst“ du küssend immer dichter an ihr Lustzentrum heran – wo du mit einem langen zärtlichen Zungenkuss auf ihren Kitzler oder zwischen ihren inneren Schamlippen die nächste Phase einläutest.

4. Sei zärtlich zum Kitzler

Hast du als Mann schon einmal einen Blowjob bekommen? Dann stell dir kurz vor, wie sich die Zunge anfühlte, als gerade erst deine Eichel freigelegt wurde. Multipliziere dieses Gefühl mal tausend und du kannst dir ungefähr vorstellen, wie sich deine Zunge an ihrer Klitoris anfühlt – auch wenn sie unter ihrer Haube verborgen ist.

Du kannst immer wieder sanft über ihren Kitzler lecken, kannst darum kreisen, kannst auch daran saugen – alles sowohl langsam, fast dauerhaft, wie schnell pulsierend; hier kommt es darauf an, was deiner Partnerin guttut. Wenn du dich selbst an einen Plan halten möchtest, kannst du beispielsweise nach dem „1,2,3“-Prinzip lecken: Du malst mit deiner Zunge alle Ziffern von 1 bis 0 auf ihre Klitoris. Doch egal, was du tust, mach es so zärtlich und vorsichtig wie möglich. Besonders am Anfang.

Und: Auch wenn ein richtig gutes „Zungenfeuerwerk“ ihren gesamten Intimbereich und die Oberschenkelinnenseiten umfasst, ist der Kitzler die wichtigste Zone. Dort wird ihr Orgasmus hauptsächlich entstehen. Sorge also dafür, dass ihre Klitoris immer stimuliert wird, egal was deine Zunge sonst gerade tut. Das bringt uns um nächsten Punkt:

5. Kombiniere Finger und Zunge

Lecken allein bringt viele Frauen zuverlässig zum Orgasmus. Wenn es dir jedoch darum geht, sie wirklich abheben zu lassen, solltest du deine Finger mit ins Spiel bringen.

Tipp: Falls du eine Frau mit langen Nägeln bist, sie also nicht kurzfeilen kannst, solltest du diese unbedingt mit Fingerlingen oder Einweghandschuhen bedecken – ein versehentlicher Kratzer in so intimen Zonen schmerzt ungemein und tötet die heißeste Stimmung.

Doch wie kombiniert man Finger und Zunge zuverlässig? Es gibt zwei gute Techniken:

  1. Du steckst deine Zunge tief zwischen die Schamlippen in ihre Muschi, während du entweder den Kitzler zwischen Daumen und Zeigefinger vorsichtig reibst oder mit aneinandergelegtem Zeige- und Mittelfinger darauf kreist.

  2. Du leckst ihre Klitoris (bzw. saugst daran), während du ein bis zwei Finger in sie einführst. Tue dies mit dem Handrücken nach unten. Kurz hinter dem Eingang ihrer Muschi wirst du an der Vorderseite eine leicht raue Erhebung spüren. Das ist der G-Punkt. Reibe vorsichtig mit den Fingerkuppen darüber.

Prinzipiell könntest du das „Spielfeld“ auch noch um ihr Poloch erweitern, beispielsweise ihren Kitzler lecken, während du ihr dort einen Finger oder ein geeignetes Spielzeug einführst. Das mag jedoch nicht jede Frau. Mach dies also nur, wenn es abgesprochen ist.

Ganz wichtig: Wenn du mit Fingern und Zunge agierst, achte unbedingt darauf, dass beide einen gemeinsamen Rhythmus finden. Und mache deine Zunge niemals brettsteif. Cunnilingus fühlt sich gerade deshalb so gut an, weil die Zunge so wunderbar weich ist. Und dann gilt:

6. Wenn ihr eine Spielart gefällt, dann bleibe dabei

Cunnilingus ist für den aktiven Part durchaus tricky – denn du kannst nur auf ihre Reaktionen achten und die Ohren spitzen, nicht jedoch an ihrem Gesicht lesen, ob du richtig liegst. Sie stöhnt, ihr Körper bebt, sie greift dir vielleicht in die Haare oder knetet ihre Brüste? Das sind alles sehr gute Zeichen dafür, dass deine jetzige Technik genau richtig ist, mach genau so weiter.

Ganz superwichtig: Sobald du bemerkst, dass deine Partnerin sich anspannt, vielleicht sogar ganz still wird, kannst du alles tun, nur nicht aufhören oder die Technik wechseln. Mach genauso weiter und sie wird in einigen Sekunden einen wunderbar erlösenden Orgasmus erleben – und dabei mitunter noch feuchter werden, als sie es jetzt schon ist.

Mach weiter, während sie kommt. Dann jedoch drehe sowohl Tempo wie Intensität deiner Bewegungen langsam herunter, bis du zum Stillstand kommst. Guter Oralsex endet übrigens damit, dass du jetzt weiterhin ganz zärtlich ihren Intimbereich mit Küssen bedeckst. Lass dabei jedoch die Klitoris außen vor. Sie ist nach einem Orgasmus so empfindlich, dass sich Kontakt in den nächsten Minuten unangenehm anfühlen kann.

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